Das Madrider Nachtleben im Barrio de Las Letras

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Auf den Pflastersteinen der Calle Huertas, der wichtigsten Straße des Barrio de Las Letras, sind zu Ehren manch berühmter Bewohner wie Miguel de Cervantes, Lope de Vega, Francisco de Quevedo oder Luis de Góngora einige der bekanntesten Verse der Literatur aus dem 16. und 17. Jahrhundert eingraviert. Dieses Flair eines Bohème-Viertels mit zahlreichen Tavernen und Schänken ist auch heute noch lebendig.

Das Barrio de Las Letras (Dichterviertel) gehört zu den wichtigsten Schauplätzen des Madrider Nachtlebens, sei es, weil auf den Straßen des Viertels an jedem Wochentag etwas los ist, oder aber seines vielseitigen Musikangebots wegen.

Jazz, Flamenco, Indie sowie aktueller Pop und Rock machen die Gegend zu einem von Nachtschwärmern aller Altersgruppen gern frequentierten Schauplatz, der bei ausländischen Studenten und sogar Prominenz der Theater- und Fernsehszene höchst beliebt ist.

Die Tatsache, dass ein Großteil ihrer Straßen – Calle Huertas und angrenzende – quasi Fußgängerzone sind, macht die Gegend so praktisch für einen abendlichen Kneipenbummel. Der charakteristische, ursprüngliche Verlauf der engen und mitunter recht labyrinthartigen Gassen des Barrio de Las Letras ist kein Problem, wenn es darum geht, das gewünschte Lokal zu finden, da fast alle über Promoter verfügen, die die Passanten über Einstiegsangebote und Ambiente der jeweiligen Kneipe informieren.  

Nachtlokale

Von der Plaza del Ángel her kommend ist ein wichtiger Anlaufpunkt das Café Central, ein bemerkenswertes Lokal, in dem seit über drei Jahrzehnten Jazz im Mittelpunkt steht, und das sich auf der Rangliste europäischer Jazz-Clubs einen wohlverdienten Platz geschaffen hat. Für das tägliche Programm von 21:00 bis 23:00 Uhr kann man im Central vor dem Konzert einen Platz rund um den die Bühne beherrschenden Flügel reservieren. Sich von Saxophon-, Blues- und Soul-Rythmen mitreißen lassen kann man auch im La Fídula, einem weiteren guten Vertreter dieses Sounds, oder im Populart, das sich durch sein Engagement für junge Talente und Vertreter der spanischen Jazz-Szene neben mehr etablierten Künstlern hervortut.

Bierstuben und Restaurants säumen beide Seiten der Plaza de Santa Ana, wo das Teatro Español, dessen mehr als moderate Preise für einen stets hohen Publikumsandrang sorgen, mit der makellos weißen Fassade des Hotel ME Madrid Reina Victoria, dem Nachfolger des ehemaligen ‚Hotels der Toreros‘, um den Vorrang buhlt. Das Hotel, in dem vor Jahrzehnten die seinerzeit in der Stierkampfarena Las Ventas auftretenden Stierkämpfer logierten, bietet heute eine gemütliche, zeitgemäße Terrasse, von der man einen spektakulären Blick auf die Stadt hat.     

Folgt man der Calle Las Huertas über die Plaza de Santa Ana hinaus und begibt sich gleich links in die Calle Echegaray, übernimmt im Cardamomo, einem der beliebtesten Veranstaltungsorte Madrids, der Flamenco das Zepter. In der gleichen Gegend wechseln sich Discos und Allround-Lokale ab. Darunter auch das im Retro-Design gehaltene Carbones 13, das für die gelungene Zubereitung seiner Gin-Tonics berühmt ist.

Auf der anderen Seite der Calle Huertas liegt die Plaza Matutes mit Lokalen unterschiedlichsten Couleurs, die eigene DJ-Sessions bieten und gelegentlich Treffpunkt für Vertreter der Schauspielerszene sind.

Das Barrio de Las Letras ist ein Dreh- und Angelpunkt des Madrider Nachtlebens, in dem sich Bohème-Flair von ehedem und der Klang zeitlos klassischer Sounds mit modernsten Musiktrends perfekt mischen. 

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