Nuevo Baztán

  • Nuevo Baztán © Comunidad de Madrid
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  • Nuevo Baztán - Centro de interpretación © Comunidad de Madrid
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  • Nuevo Baztán - Palacio-Iglesia de Goyeneche © Comunidad de Madrid
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Als Projekt seines Gründers Juan de Goyeneche (*1656 Valle de Baztán, Navarra, 1735 Nuevo Baztán) ist Nuevo Baztán ein höchst eigenwilliges Beispiel für städtebauliche Planung. Der Politiker und Geschäftsmann erwarb einige Grundstücke in der Nähe des heutigen Olmeda de las Fuentes und verwandelte sie in den fortschrittlichsten Industriekomplex seiner Zeit, einen Vorläufer des großen, von den Bourbonen in Angriff genommenen Unterfangens zur Modernisierung und Industrialisierung Spaniens, und auch eine Vorstufe der königlichen Manufakturen der Bourbonen.

Errichtet wurde die Stadt 1709 -1713 praktisch aus dem Nichts als Industriezentrum mit dem Ziel, die Wirtschaftslehren des im vorigen Jahrhundert in Frankreich entstandenen und sich rasch in mehreren europäischen Ländern verbreitenden Merkantilismus in ein tatsächliches Unternehmen umzusetzen. Dies zeigt sich in der gitterförmigen Anordnung der Straßen, die im Gegensatz zu den unzähligen verwinkelten Gassen spanischer Städten rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.

Die unter Denkmalschutz stehende Stadt (1941 Erklärung zum Monumento Histórico Artístico und Anfang 2000 zum Bien de Interés Cultural) erstreckt sich um einen wunderschönen Barockpalast, ein Werk von José de Churriguera (1665 – 1725), dem berühmtesten Architekten der damaligen Zeit, der dem als „Churrigueresco” bezeichneten üppigen spanischen Barockstil seinen Namen verlieh. Dieser Bau weist allerdings einen eher nüchternen Stil auf. Ein Besuch des Palasts lohnt sich auf jeden Fall - sein herrlicher rechteckiger Innenhof, umgeben von Bögen und Treppen, ist eine echte Augenweide.

Der alte Keller des Palasts beherbergt heute das Fremdenverkehrsbüro und ein Informationszentrum, dessen umfangreiche Ausstellung anhand von Modellen, Infotafeln, Gegenständen aus der damaligen Zeit, Nachbildungen und audiovisuellem Material  Goyeneche selbst, das Gebiet und die im 18. Jahrhundert in Nuevo Baztán angesiedelten Industrien (unter anderem Stoffe für Uniformen, feines Glas, Papier, Süßigkeiten und Seife) präsentiert.

Hier erfährt man, wie wichtig das Industrieprojekt von Juan de Goyeneche für die Herstellung von Textilien, Papier, Glas, Seife, Wein etc. war.

Als Teil desselben architektonischen Gefüges erhebt sich angrenzend die Kirche San Francisco Javier, deren Hauptaltar aus rotem Marmor ebenfalls von Churriguera stammt und seinem barocken Ruf eher gerecht wird.

Die Umgebung der Baugruppe besteht aus einer ansprechende Abfolge von Plätzen, Ecken und Steinhäusern. Hier lebten und arbeiteten die Arbeiter dieses Industriezentrums, das unter anderem Glas und Stoffe produzierte und in dem nach seinem gewerblichen Niedergang die Zeit stehenblieb.

Ergänzt wird das bauwerkliche Angebot durch eine schöne Auswahl kastilischer Gerichte mit Schwerpunkt auf Lammfleisch, dazu Käse und Gemüse der Region als perfekte Beilage. Zum Nachtisch empfehlen sich einige typische süße Köstlichkeiten wie etwa die aus Wein und Zimt zubereiteten Repápalos oder Puches, ein süßer Getreidebrei, der traditionell am Abend vor Allerheiligen verzehrt wurde.

Auf Naturfreunde wartet hier ein sehr repräsentativer Eindruck der Alcarria, deren berühmtester Besucher der Literaturnobelpreisträger Camilo José Cela war. Eine gute Möglichkeit, die Steineichen- und Bergeichenlandschaft zu erkunden, bietet der Wanderweg Senda de Valmores, der zum Teil dem Flusslauf des Arroyo de la Vega folgt.

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Linie L-261 des Busunternehmens Argabus ab Avenida de América.

Mit dem Auto: Von Madrid aus auf der Schnellstraße A-3 bis zur Ausfahrt Arganda del Rey-Campo Real-Pozuelo del Rey-Nuevo Baztán

 

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