Jeden Sommer verwandelt sich Madrid in einen richtungsweisenden Schauplatz für die Welt der visuellen Kunst und Fotografie. Mit Ausstellungen in den wichtigsten Museen, Veranstaltungsräumen und Kunstgalerien sowie verschiedenen Aktivitäten rund um das jeweilige Thema des Jahres bietet PHotoEspaña die Möglichkeit, die neuesten Trends der Fotokunst sowie die jüngsten Projekte international angesehener Künstler kennenzulernen. Die vom 13. Mai bis 13. September 2026 stattfindende Ausgabe 2026 zeigt zahlreiche Ausstellungen von Fotografen und bildenden Künstlern.
Unter dem Titel Volver a imaginar (Zurück zur Fantasie) legt die 29. Ausgabe den Fokus auf fotografische Kreativität, Experimentieren und Ausloten der Grenzen bildlicher Darstellung sowie auf das Hinterfragen von Realität und Autorität. Neugier, Fantasie, Befreiung und Rebellion sollen wieder mehr Raum gewinnen. Darüber hinaus versteht sich das Festival als Anspielung auf die Jugend und das Erwachsenwerden – eine Zeit, in der man sich Richtung Zukunft orientiert, nach vorne schaut und ständig in Bewegung ist.
PHotoESPAÑA bietet die Möglichkeit, die neuesten Trends der Fotokunst sowie die jüngsten Projekte international angesehener Künstler kennenzulernen. Seit seiner Gründung im Juni 1998 verfolgt es das Ziel, der Fotografie im öffentlichen Raum einen angemessenen Platz einzuräumen und die Arbeit von Galerien präsenter zu machen.
Diesjähriges Gastland sind die Niederlande, vertreten durch eine Reihe von Ausstellungen im Círculo de Bellas Artes und im Ausstellungssaal des Fernán Gómez Centro Cultural de la Villa sowie durch die Mitwirkung am Fachtagungsprogramm.
Wie üblich unterteilt sich das Programm von PHotoEspaña in zwei Bereiche – den offiziellen Teil und das Off-Festival mit Verleihung von Preisen zur Anerkennung des Werks einiger teilnehmender Künstler. An beiden Sparten beteiligen sich zahlreiche Museen und Ausstellungseinrichtungen und tragen so zur Förderung und Weiterentwicklung des Fotomarkts bei.
Das Off-Festival stärkt erneut den Stellenwert der Kunstgalerien als unentbehrliche Akteure im Ökosystem der Kunst. In dieser Sparte geht es nicht nur um die Präsentation von Fotografie, sondern auch um deren Positionierung als Sammler- und Verkaufsobjekt sowie die Gewinnung neuer Zielgruppen und Branchenvertreter. Hinzu kommt der Circuito PHE als Erweiterung des Festivalhorizonts durch einen offenen und sich ständig wandelnden Blick.
Mehr als 40 Ausstellungen gehören 2026 zum offiziellen Teil des Festivals, darunter von namhaften Künstlern wie Richard Avedon, Robert Frank, Colita, Isabel Muñoz und Isabel Azkarate. Sieben Gastgeberstandorte sind beteiligt; rund 50 weitere Schauplätze zur Ergänzung des diesjährigen Ausstellungskonzepts kommen hinzu.
Die niederländische Fotografin Viviane Sassen steht mit LUX & UMBRA im Kulturzentrum Fernán Gómez im Mittelpunkt eines der großen Highlights des Festivals. Die speziell für PHotoESPAÑA 2026 konzipierte Ausstellung ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in Spanien und umfasst ihr Schaffen aus über drei Jahrzehnten in einer Retrospektive, die sich als poetische Neuinterpretation ihres Gesamtwerks versteht.
Mehrere Ausstellungen des Festivals würdigen bedeutende Vertreter der spanischen und internationalen Fotografie. Von Meistern der Zunft wie Richard Avedon oder Robert Frank über Größen des Fotojournalismus wie Colita und Isabel Azkarate bis hin zu renommierten Persönlichkeiten wie Isabel Muñoz und führenden zeitgenössischen Künstlern wie Talia Chetrit, Laia Abril, Bego Antón, Greta Alfaro, Rafał Milach, José Quintanilla oder Gorka Postigo.
Die Ausstellung In the American West in der MAPFRE-Stiftung. Sala Recoletos bietet durch Bilder aus dem gleichnamigen, 1985 erschienenen Fotobuch einen Einblick in das Universum von Richard Avedon. Das Buch gilt als sein Meisterwerk und als Meilenstein der zeitgenössischen Porträtfotografie. Am gleichen Standort vermittelt Ground Rules einen Überblick über zwei Jahrzehnte der schaffensreichen Laufbahn des renommierten mexikanisch-dominikanischen Fotografen Alejandro Cartagena.
Im Espacio Fundación Telefónica zeigt die Ausstellung Robert Frank and The Americans erstmals in Spanien die komplette Fotoserie, die Robert Frank während einer Reise durch die Vereinigten Staaten Mitte der 1950er Jahre aufnahm.
Die Stiftung Casa de México en España zeigt die Ausstellung Espectros. Enigmas de la mirada, eine Zusammenstellung der Werke von sieben renommierten mexikanischen Fotografen, und das Kulturzentrum Serrería Belga beherbergt Azkarate vs. Azkarate von Isabel Azkarate, einer Pionierin des Fotojournalismus und der sogenannten Straßenfotografie. Im Matadero Madrid präsentiert Greta Alfaro Ofertorio, eine Auseinandersetzung mit Ritualen und öffentlichen Räumen im modernen Alltag, und das Nationales Museum für Dekorative Kunst ist Schauplatz der Installation Toda mi casa es un altar von Gema Polanco, einem Dialog zwischen Häuslichem, Symbolik und Alltäglichkeit.
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