Im Rahmen des 21. Festivals Suma Flamenca präsentiert Flamencotänzerin Rocío Molina am 30. Oktober im Teatros del Canal (Sala Roja Concha Velasco) ein Stück, in dem sie das Fallen als Hommage an Körper und Freiheit begreift.
Das Stück versteht sich als Übergang und Hinabgleiten zwischen Licht und Schatten. Dabei lotet die Tänzerin die Grenzen von Stille, Musik und Lärm aus und schafft eine szenische Atmosphäre, in der Sichtbares und Verborgenes schließlich in der Bewegung Gestalt annehmen.
Im Mittelpunkt des Stücks steht der Körper. Molina begründet eine neue Beziehung zum Boden und macht jeden Aufprall, jede Bewegung und jede Geste zum Teil einer körperlichen Entdeckungsreise, die Tanz und Erde miteinander verbindet. Ihre Bewegung entspringt einer eng mit der Erfahrung des Frau-Seins verbundenen Körperlichkeit und verwandelt die Bühne in einen Ort des Feierns, der Kraft und der Freiheit.
Ausgehend von ihren wesentlichen künstlerischen Mitteln erschließt Molina neue künstlerische Bereiche, in denen unterschiedliche Konzepte von Körper und Darstellung nebeneinander bestehen. So entsteht ein Flamenco, der seine Wurzeln nicht verleugnet, sich ihnen aber auch nicht unterwirft, sondern offen für Wagnis und die Einbeziehung neuer Ausdrucksformen ist.
Ausgehend von der Flamencotradition und deren Dialog mit zeitgenössischen Ansätzen entwickelte Choreografin und Flamencotänzerin Rocío Molina eine ganz eigene Sprache. In ihrer Arbeit verbindet sie technische Virtuosität mit konzeptioneller Recherche und mutigen Experimenten und schafft Verbindungen zu Kunstformen wie Film, Literatur, Philosophie und Malerei.
Im Laufe ihres Werdegangs erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den spanischen Staatspreis für Tanz 2010, die Goldmedaille für Verdienste um die Schönen Künste 2022 und den Silbernen Löwen für Tanz der Biennale von Venedig, ebenfalls 2022. Hinzu kommen der Positano-Tanzpreis sowie mehrere Max-Preise und UK National Dance Awards.
Gestalter:
Veranstaltungsort: Teatros del Canal - Sala Roja Concha Velasco
- Gemeinschaftliche künstlerische Leitung, Choreografie und musikalische Leitung - Rocío Molina
- Gemeinschaftliche künstlerische Leitung, Dramaturgie, Bühnen- und Lichtgestaltung - Carlos Malquerie
- Komponist - Eduardo Trassierra
- Kompositorische Mitarbeit - José Ángel Carmona, José Manuel Ramos „Oruco“, Pablo Martín Jones
- Kostümbild - Cecilia Molano
- Kostümfertigung - López de Santos, Maty und Rafael Solís
- Fotografie: © Pablo Guidali
- Technische Leitung und Lichttechnik - Carmen Mori - Rafa Gómez
- Ton - Javier Álvarez
- Bühnenleitung - María Agar Martínez
- Geschäftsführung und Produktionsassistenz - El Mandaíto Producciones, S.L.
Darsteller:
- Tanz - Rocío Molina
- Gitarre - Oscar Lagos
- Gesang und E-Bass - Kiko Peña
- Rhythmisches Klatschen und Percussion - José M. Ramos „Oruco“
- Percussion und Elektronik - Pablo Martin Jones
Dauer: ca. 80 Minuten