Vom 21. bis 24. Oktober präsentiert Tänzer und Choreograf Manuel Liñán im Teatros del Canal (Sala Roja Concha Velasco) die Madrid-Premiere seiner szenischen Auseinandersetzung mit dem kreativen Universum von Federico García Lorca in einer Flamenco-Choreografie.
Die Inszenierung verfolgt keinen konventionellen biografischen Ansatz, sondern macht Lorcas Bildwelt selbst zum Gegenstand des Theaters. In seinem Werk wiederkehrende Symbole, Emotionen und Landschaften gewinnen auf der Bühne Gestalt – in einer Inszenierung, die den Geist seines Vermächtnisses wiederaufleben lässt und zeigt, dass seine Stimme auch das heutige Publikum noch anspricht.
Unterdrückte Sehnsüchte, unerfüllte Liebe, Folklore und Volkskultur durchziehen diese Reise der Sinne durch die innere Welt des Dichters. Die Choreografie vollzieht eine fortwährende Metamorphose, die Lorcas Gestalt heraufbeschwört, neu erschafft und zugleich auf ihr Wesentliches reduziert, um in einer Begegnung mit seiner innersten Welt zu zeigen, wie Worte Emotionen weichen.
Unterstützt wird Manuel Liñán von einem hochkarätigen Ensemble aus Tänzern und Musikern, darunter als besondere Mitwirkende Curro Albaicín und Falete sowie die Gastkünstler Raquel „La Repompa“ Heredia und José Maldonado. Die Musik stammt von José Fermín, der Pas de deux entstand in Zusammenarbeit mit Antonio Campos.
Manuel Liñán ist einer der herausragendsten Tänzer und Choreografen der modernen Flamenco-Szene. Schon in jungen Jahren in seiner Heimatstadt geprägt, beschritt er eine Laufbahn rund um die Erneuerung des Flamenco in einer Kombination aus Traditionsbewusstsein mit einer innovativen und zutiefst persönlichen künstlerischen Handschrift.
Er begründete seine Karriere als Choreograf mit eigenen Produktionen, die im In- und Ausland großen Anklang fanden. Zu seinen wichtigsten Inszenierungen zählen ¡Viva!, Baile de autor, Reversible und Sinergia. Er ist Preisträger des spanischen Premio Nacional de Danza 2017 in der Kategorie Interpretation und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein Geschick, die Grenzen des Flamenco mit einem ästhetisch wie ausdrucksstarken szenischen Ansatz immer wieder neu auszuloten.
Gestalter:
Veranstaltungsort: Teatros del Canal - Sala Roja Concha Velasco
- Regie, Choreografie und Tanz - Manuel Liñán
- Besondere Mitwirkung - Curro Albaicín y Falete
- Gastkünstler - Raquel „La Repompa“ Heredia und José Maldonado
- Musik - José Fermín
- Mitarbeit an der Komposition (Pas de deux) - Antonio Campos
- Textbearbeitung - Manuel Liñán
- Tanz - Manuel Liñán, José Maldonado, Raquel Heredia, Irene Morales, Irene Rueda, Susana Sánchez, Rocío Montoya, Cristina Soler, Cristina Aguilera, Noelia Calvo, Anabel Moreno
- Gitarre - José Fermín
- Gesang - Antonio Campos, Marian Fernández, Fita Heredia
- Percussion - Miguel „El Cheyenne“
- Instrumentierung - Víctor Guadiana
- Lichtkonzept - Gloria Montesinos
- Künstlerische Beratung - José Maldonado
- Lichttechnik - Juan Manuel Pitkanen
- Tonkonzept - Ángel Olalla
- Bühnentechnik - Luca Gallo
- Kostümbild - Ernesto Artillo
- Kostümanfertigung - Estación Diseño
- Schleppenkleider - Flamenco Pasión
- Bühnenbild - Susana Blanco y Manuel Liñán
- Entwurf Wandmalerei - Manuel Liñán
- Ausführung Wandmalerei - José Maldonado
- Probenräume - EFAD
- Produktionsassistent und Tourmanager - José Barrales
- Produktionsleitung und Management - Ana Carrasco / Peineta Producciones
Dauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten (ohne Pause)
Hinweis: Einsatz von Raucheffekten