Am 12. und 13. September präsentiert José Maldonado im Teatros del Canal (Sala Negra) ein Stück, in dem der Flamenco seine traditionellen Grenzen überschreitet und live mit der Malerei verschmilzt. Dabei wird die Bühne zu einem Ort simultaner Schöpferkraft, wo Tanz, Gesang, Gitarre, Percussion und bildende Kunst in einer einzigartigen kreativen Ausdrucksform miteinander kommunizieren.
Über den Tanz hinaus werden die Bewegungen des Tänzers auch zu Pinselstrichen, während der Flamencogesang eine visuelle Dimension gewinnt und die rythmische Fußarbeit neue Formen auf der Bühne zeichnet. Einem lebenden Pinsel gleich projiziert Maldonados Körper dabei Farbe und Bewegung auf die weiße Leinwand.
Die Dramaturgie präsentiert den symbolischen Ablauf einer Umwandlung vom Samenkorn bis zur Frucht, deren treibende Kräfte Tod und Wiedergeburt sind. Den Höhepunkt der Reise bildet die Metamorphose des Tänzers in einen Vogel, während die zeitgleiche Umwandlung der Bühne von ihrem ursprünglichen Zustand in einen Regenwald des Amazonas die poetische und visuelle Dimension der Inszenierung noch verstärkt.
Der in Barcelona geborene Flamenco-Tänzer, Choreograf und bildende Künstler José Maldonado gilt als einer der aufstrebenden Persönlichkeiten des zeitgenössischen Flamenco. Das Schaffen des Künstlers mit einem Abschluss in spanischem Tanz und Flamenco am Fachkonservatorium von Barcelona (Institut del Teatre) ist geprägt von der Kombination aus Flamenco und anderen Kunstrichtungen – insbesondere Malerei und bildende Künste.
2013 gründete Maldonado sein eigenes Ensemble und schuf Stücke wie Andrea, Amorente, Bodegón und Galería – letzteres wurde als Kombination aus Tanz, Live-Malerei und audiovisuellen Ausdrucksformen prämiert. Zu den Auszeichnungen des Künstlers gehören der Preis für den besten Nachwuchskünstler beim Festival de Jerez 2019 sowie mehrere Preise beim Wettbewerb für spanischen Tanz und Flamenco in Madrid. Eine wichtige weitere Facette neben seiner Karriere im Flamencotanz ist Maldonados Arbeit als Maler, in der er auf mehrere Ausstellungen und Werke für Institutionen und andere Flamencokünstler zurückblickt.
Gestalter:
Veranstaltungsort: Teatros del Canal - Sala Negra
- Choreografie, szenische und musikalische Leitung, Tanz und Malerei - José Maldonado
- Mitregie - Mariana Collado
- Externe Perspektive - Rafael Estévez und Valeriano Paños / Juan Carlos Lérida
- Originalmusik und Gitarre - Juan Gómez „Chicuelo”
- Gesang - Ana Brenes
- Percussion - Jacobo Sánchez
- Klangkonzept - Pablo Gómez Molina
- Konzeption des bildnerischen Vorgangs - Isabel Llobera
- Licht - Noelia Jiménez
- Ton - steht noch nicht fest
- Bühnenleitung - Patricia Torrero
- Produktions- und Technikkoordination - Lucía Mancheño / Cal Producciones
- Vertrieb - Cal Producciones
- Grafikdesign, Fotografie und Plakat - steht noch nicht fest
- Video - Marta Romero
Dauer: ca. 1 Stunde
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