Am 1. November präsentiert Choreograf Sharon Fridman einmalig im Teatros del Canal (Sala Verde) ein Stück, das durch modernen Tanz funktionale Vielfalt und die Möglichkeiten von Bewegung im Rahmen körperlicher Andersartigkeit thematisiert. Das Stück enthält Nebeleffekte.
Die Bühne wird zum Ort der Begegnung, an dem Körper im Rahmen ihrer individuellen Besonderheiten miteinander kommunizieren und Verschiedenartigkeit als Raum für Freiheit, schöpferische Kraft und Veränderung beanspruchen. Dabei rückt Fridman das Thema Einschränkungen in den Mittelpunkt der szenischen Auseinandersetzung. Er veranschaulicht, wie ein Körper eine eigene Bewegungssprache entwickelt und ein anderer versucht, sich dieser anzunähern, sie zu erweitern und mit ihr in Austausch zu treten. Dieser Prozess des gegenseitigen Entdeckens erfordert vollkommene Hingabe, denn der Aufbau einer Beziehung, die Verschiedenheit gleichberechtigt zulässt, ohne sie auszulöschen, gelingt allein durch genaues Wahrnehmen und aufmerksames Zuhören.
Damit entwirft das Stück eine choreografische Landschaft rund um die Vielfalt als schöpferische Triebkraft. Die Darsteller erforschen neue Formen der körperlichen Kommunikation mit fließenden Grenzen zwischen denjenigen, die sich anpassen, und denen, an die Anpassung erfolgt, und zeigen so, dass echte Verbundenheit aus der gegenseitigen Anerkennung individueller Besonderheiten entsteht.
Der in Spanien lebende Tänzer und Choreograf Sharon Fridman (geb. 1980 in Hadera, Israel) gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten im zeitgenössischen europäischen Tanz. Nach seiner Ausbildung und ersten beruflichen Schritten in Israel gründete er 2006 die Compañía Sharon Fridman mit Sitz in Madrid und schuf in diesem Rahmen eine eigene choreografische Ausdrucksform rund um die Verbindung zwischen Körpern, Improvisation und die Erforschung gemeinsamer Bewegungen.
Seine Werke setzen sich mit Themen wie Zusammenarbeit, Zerbrechlichkeit, Identität und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander. Im Laufe seiner Karriere wurde er vielfach ausgezeichnet, darunter beim Choreografiewettbewerbs Burgos-New York, beim Choreografiewettbewerb Madrid sowie im Rahmen der Internationalen Tanz- und Theatermesse Huesca und der Tanzplattform Bern. Weitere Auszeichnungen sind u. a. der Iberoamerikanische Choreografiepreis „Alicia Alonso“ und der Max-Preis 2015.
Gestalter:
- Regie und Choreografie - Sharon Fridman
- Regie- und Produktionsassistenz - Tamar Mayzlish
- Tänzer - Shmuel Dvir Cohen und Tomer Navot
- Musik - Noam Helfer
- Lichtkonzept - Yaron Abulafia
- Kostümdesign - Miki Avni
- Koproduziert von - Festival Oriente Occidente Rovereto und Festival Mash Dance House Jerusalem
- GO FIGURE entstand aus Shape on us, einem Werk von Sharon Fridman für Vertigo Power of balance
- Unterstützung - Autonome Region Madrid, INAEM und Stadtverwaltung Pinto
Dauer: ca. 50 Minuten
Hinweis: Nebeleffekte