Vom 21. bis 26. April präsentiert die Autonome Region Madrid im Teatros del Canal ihr drittes Gitarrenfestival, dessen Programm 2026 Niño Ricardo gewidmet ist. Der diesjährige Termin umfasst fast 20 Künstler, darunter Gitarristen, Sänger und Tänzer sowie weitere Musiker, die für einzigartige Konzerterlebnisse sorgen.
Die erste Ausgabe des Gitarrenfestivals im Jahr 2024 drehte sich ganz um den Madrider Gitarristen Ramón Montoya, die zweite im Jahr 2025 um den Musiker Sabicas aus Navarra. 2026 nun steht der Sevillaner Manuel Serrapí oder „Niño Ricardo“ als Leitfigur im Mittelpunkt des dritten Festivals rund um das Flamenco-Instrument par excellence.
Niño Ricardo, dessen Einfluss, Werk und Virtuosität sich vom Beginn des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart erstrecken, gilt als einer der bedeutendsten Gitarristen Spaniens. Im Laufe seiner Karriere spielte er an der Seite großer Flamenco-Künstler, begleitete sie auf Tourneen und wirkte bei ihren Aufnahmen mit. Durch ihn gelangte die Kunst des Gitarrenspiels in jeden Winkel Spaniens. Seine Kompositionsweise und sein Gitarrenspiel bildeten die Grundlage des „Ricardismo”, einer bedeutenden Gitarrenschule mit so herausragenden Vertretern aus Vergangenheit und Gegenwart wie Serranito, José María Pardo, Ramón de Algeciras, Paco de Lucía, Rafael Riqueni, Vicente Amigo und vielen weiteren Künstlern.
Beim diesjährigen Festival steht Niño Ricardo im Mittelpunkt von vier Konzerten mit Musikern wie Francisco Vinuesa, Manolo Franco, Chicuelo und José Antonio Rodríguez, begleitet von Stars wie Mayte Martín, Carmen Linares oder Marco Flores. Daneben umfasst das Programm eine Reihe von Vorträgen und Auftritten der Gitarristen José y Joselito Acedo, Alejandro Hurtado und Rafael Rodríguez. Dieses Parallelangebot – in dem der Ricardismo seine ureigene Wesensart und Tiefe offenbart – ist Beitrag und Ausdruck dessen, dass der Flamenco in Madrid lebendiger denn je ist.
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