Vom 5. bis 18. September präsentiert Manuel Canseco im Teatros del Canal (Sala Roja Concha Velasco) erstmals in der Region Madrid die Elektra-Adaption von Juan Guerrero Zamora, in der er den Mythos auf ein andalusisches Landgut verlegt.
In Anlehnung an die verschiedenen Elektra-Versionen aus der Feder der drei großen griechischen Tragikern schafft Guerrero Zamora eine Neuinterpretation der Legende, die die wesentlichen Elemente des klassischen Stoffes beibehält und sie zugleich mit einer tief in der andalusischen Tradition verwurzelten Bühnensprache versieht.
Zu den wichtigsten Merkmalen gehört sein aus Flamencotänzerinnen und -tänzern bestehender Coro Ibérica de Danza, dessen Einsatz die Dramatik der Geschichte noch verstärkt. Hinzu kommt die Figur der Kassandra, die in den entscheidenden Momenten der Handlung mit ihren Gesängen erscheint, sowie die symbolische Hauptrolle ihres blinden Begleiters. Ergänzt wird dieses Fantasiereich durch den einfachen und bisweilen spöttischen Gegenpol aus der Bevölkerung, verkörpert durch die Figur der Aya.
Die Handlung beginnt mit einer der düstersten Ereignisse der griechischen Mythologie – dem Mord an König Agamemnon durch seine Frau Klytaimnestra und ihren Liebhaber Aigisthos, als der Herrscher siegreich aus dem Trojanischen Krieg zurückkehrt.
Jahre später ist Elektra, die Tochter des Königs, immer noch von Trauer und dem Wunsch nach Rache für den Tod ihres Vaters erfüllt. Während sie die Demütigungen Klytaimnestras und Aigisthos’ erträgt, wartet sie auf die Rückkehr ihres Bruders Orestes, der als Kind aus dem Königreich weggebracht wurde, um sein Leben zu retten. Als Orestes heimlich nach Mykene zurückkehrt, schmieden die beiden Geschwister ihren Racheplan und setzen ihn in die Tat um.
Entstanden ist eine Inszenierung voller theatralischer Kraft, in der die dramatische Handlung durch Gesang und Tanz wirkungsvoll unterstützt wird. Nahtlos in den Verlauf der Tragödie eingebunden, verstärken sie nicht nur deren tiefe Emotionalität, sondern auch ihre ausdrucksstarke Wirkung.
Gestalter:
Veranstaltungsort: Teatros del Canal - Sala Roja Concha Velasco
- Regie - Manuel Canseco
- Komponist und musikalischer Leiter - José Luis Montón
- Choreografische Leitung - Manuel Segovia
- Bühnenbild und Kostüme - Anselmo Gervolés
- Lichtkonzept - Ion Aníbal López
- Tonkonzept - Manuel Solís
- Regieassistenz - Cristina Palomo
- Stellvertretende Regie - Aitana Galán
- Technische Koordination - The Patanes Lighting Studio (Raúl Baena und Eduardo Vizuete)
- Lichttechnik - The Patanes Lighting Studio
- Tontechnik - Manuel Solís
- Bühnenmechanik - Néstor Alonso
- Bühnenleitung - Antonio Sebastián Peña
- Produktion: Ibérica de Danza - Violeta del Valle
- Produktionsassistenz - Lola Alonso
- Produktionsleiterin - Natalia Ortega
- Produktionsleitung - Olvido Orovio
- Ausführende Produktion - Producciones Teatrales Contemporáneas S.L.
- Koproduktion - Comunidad de Madrid und Festival Internacional de Teatro Clásico de Mérida
- Produktion - Comunidad de Madrid für Teatros del Canal
Darsteller:
- Klytaimnestra - Alejandra Torray
- Elektra - Carolina Lapausa
- Chrysothemis - Paula Colorado
- Kassandra (Flamencogesang) - Teresa Hernández / Gabriela Giménez
- Blinder - Juan Gea
- Aya - María Garralón
- Orestes - Daniel Miguelañez
- Aigisthos - César Lucendo
- Ein Viehhirte - Jaime Puente
- Kind - Ainhoa Molina
- Gitarre - José Luis Montón
- Coro Ibérica de Danza - Raquel Ruiz, María Muñoz Gurria, Marta Mármol, Alejandra Rodríguez, Begoña Pérez-Marsá, Adriana Dávila, Ariadna Craviotto, Yolanda García, Jaime Puente, Alejandro Mármol, Mario Mingueza, José Luis Gil
Dauer: ca. 105 Minuten (ohne Pause)
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