Auch dieses Jahr beteiligt sich Madrid wieder mit einem umfangreichen Konzertprogramm an den Veranstaltungen zum Welttag des Jazz. Vom 28. April bis 3. Mai bietet eine von Madrid en Vivo, dem Verband der Madrider Konzertsaalbetreiber, organisierte Konzertreihe 18 Auftritte von Künstlern wie Jack Broadbent, Javier Colina, Miguel Siso und Anita Dondorff, verteilt auf neun Veranstaltungsorte in der ganzen Stadt.
Die Veranstaltungsreihe in neun Konzertsälen und Jazzclubs umfasst ein Programm, das von Jazz pur bis hin zu verschiedenen Fusionen reicht und internationale Stars sowie Größen der lokalen und spanischen Jazzszene vereint. Die von Madrid en Vivo organisierte Reihe bildet das offizielle Programm des von der UNESCO und dem Herbie Hancock Institute initiierten Projekts. Der offizielle Sender der Veranstaltungsreihe, der alle Auftritte mit speziellen Sendungen, Inhalten und Berichten begleitet, ist auch dieses Jahr wieder Radio Callao Madrid.
Schauplätze der Konzerte mit bekannten Größen der Jazzszene sind verschiedene Veranstaltungsorte von Madrid en Vivo – Café Berlín Club Madrid, Café Central, Intruso Bar, Rincón del Arte Nuevo, Moe, El Sótano, Babylon Club Madrid und El Despertar.
Die Konzertreihe bietet ein abwechslungsreiches Programm für unterschiedlichste Zielgruppen, dessen Künstler ausgehend vom Jazz auch andere Musikrichtungen wie Flamenco, Soul, R&B, Blues oder Hip-Hop anklingen lassen. Das Programm beginnt am Dienstag, dem 28. April, im Babylon mit einem Auftritt von Saxophonist Justking Jones, der klassische Jazz-Tradition mit modernen Klängen und mitreißenden Grooves verbindet. In der Intruso Bar spielt am selben Tag Pleito, die Gruppe um die kanarische Saxophonistin Alba Gil Aceytuno. Am Mittwoch, dem 29. April, präsentiert der Club Babylon ein Konzert des als virtuos bekannten New Yorker Trios New Jazz Underground, dessen Sound vom unverfälschten Rhythmus des Big Apple geprägt ist.
Am 30. April, dem Internationalen Tag des Jazz, folgt ein Auftritt von Javier Colina und Miguel Siso mit ihrer Gruppe Todo Concuerda, einem einzigartigen transatlantischen Dialog zwischen Kontrabass und venezolanischem Cuatro. Das Café El Despertar präsentiert das Duo Alein Steinbert und Álex Cobos und der Konzertsaal Moe den Auftritt von Minino Bravo, einem mitreißendes Crossover-Projekt, das Jazz von seiner rebellischsten Seite zeigt. Auf der Bühne des Rincón del Arte Nuevo würdigt Jazztaria große Evergreens mit ganz persönlicher Stimme und Herangehensweise. Im Konzertsaal Peor Para El Sol spielt das Juan Sebastián Jazz Trio, eine klassische Combo unter Leitung des gleichnamigen Pianisten, begleitet von Trompeter Enriquito und Kontrabassist Loque.
Am Freitag, dem 1. Mai, ist das Babylon Schauplatz des Auftritts von Jack Broadbent, dem britischen Meister in Sachen Slide-Gitarre. Im Café El Despertar spielt das Cañete-Figueredo-Barroso Jazz Trio mit drei Schwergewichten der lokalen Musikszene. El Sótano wartet mit África Gallego Project auf und das Rincón del Arte Nuevo präsentiert Hemisferios zusammen mit Estela Julia.
Am 2. Mai präsentiert das Café Central mit Flamenco Standards eine Begegnung zwischen der harmonischen Freiheit des Jazz und dem Rhythmus des Flamenco. Im Café El Despertar bietet das Trio um Anita Dondorff eine Hommage an die großen Diven des Jazz. Die Intruso Bar setzt auf den hypnotischen Groove klassischer Orgelmusik und Percussion-Klängen aus aller Welt mit dem Organ Bongo Trio; und im Konzertsaal Moe spielt das Maom Quartet.
Am Sonntag, dem 3. Mai, dem letzten Veranstaltungstag, gastiert das Pere Bujosa Trio im Café Berlín. Dabei präsentiert der mallorquinische Kontrabassist seine stark von mediterranem Esprit und polyrhythmischen Klängen geprägte Lesart des modernen Jazz.
Der 30. April wurde 2011 von der UNESCO-Generalkonferenz zum Internationalen Tag des Jazz erklärt und wird seitdem mit Veranstaltungen rund um das Thema in Hunderten von Ländern gefeiert. Ziel des International Jazz Day ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Potenzial des Jazz als Bildungsinstrument sowie als Triebkraft für Frieden, Einheit, Dialog und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern.
Mit dem Ziel, die Initiative fest zu etablieren und offizieller Gastgeber künftiger Veranstaltungen zu werden, beteiligt sich Madrid seit 2018 an den Feierlichkeiten. Auch dieses Jahr stützt sich das Programm auf grundlegende Werte und Ziele, die die Stadt einzigartig machen – so etwa die enge Verbindung zu New Orleans, die Verschmelzung von Jazz und Flamenco sowie die wichtige Rolle weiblicher Künstlerinnen.
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