Die belgische Theatermacherin Miet Warlop, eine der eigenwilligsten Vertreterinnen des modernen europäischen Theaters, präsentiert am 4. und 5. März im Kulturzentrum Conde Duque eine Performance, die mit einer Allegorie über Meer und Wellen den kreativen Schaffensprozess thematisiert.
In diesem Stück rund um den kreativen Schaffensprozess kombiniert Warlop Tanz, Visual Arts, Performance und Theater in einer Choreografie, die ein poetisches, aber zugleich auch kraftvolles Ritual ist. Inspiriert vom Auf und Ab der Meereswellen lädt das Stück dazu ein, den Atem als Spiegelbild des künstlerischen Prozesses zu betrachten – als ständigen, unvorhersehbaren und sich wandelnden Fluss. Die Inszenierung, untermalt von Musik des Labels DEEWEE, entfaltet sich vor der symbolischen Weite des Horizonts, wo Stille und Sturm Seite an Seite bestehen. Dabei bringen die tanzenden Körper das Geheimnis des schöpferischen Aktes in seiner ganzen Unruhe und Schönheit in Form von Bewegung zum Ausdruck. In einer choreografischen Komposition, die zwischen Ekstase und Ruhe pendelt, entstehen Ideen wie Wellen, lösen sich auf und bilden sich neu.
Mehr als eine Aufführung vermittelt die Darbietung ein Erlebnis für die Sinne – eine Ode an die Bewegung als Ursprung der Fantasie. In ihr verschmelzen Tanz, visuelle Kunstformen, Theater und Performance zu einem rituellen Konzert, das die Verbindung zwischen dem Individuellen und dem Kollektiven ergründet. Entstanden ist eine poetische, aber auch ironische Komposition, die das Schöpferische als gemeinsames Phänomen feiert.
Die Bühnenkünstlerin Miet Warlop wurde 1978 im belgischen Torhout geboren und besitzt einen Master-Abschluss in Multimedia Arts von der KASK (Gent). Mit dem für sie typischen spartenübergreifenden Ansatz kreiert sie innovative, experimentelle Darbietungen durch die Kombination von Elementen aus Theater, Performance, Musik und visuellen Kunstformen. Ihre Werke, in denen sie Themen wie Identität, Wissen und die Beziehung zwischen Mensch und Technik aufgreift, sind stets immersive Erlebnisse, die das Publikum einnehmen.
Für ihr Abschlussprojekt Huilend Hert, Aangeschoten Wild gewann sie den Franciscus-Pycke-Preis der Jury und den Preis für das beste Theaterstück junger Künstler 2004. Zu ihren wichtigsten Stücken zählen Springville, Dragging the Bone, Mystery Magnet und Fruits of Labor .
Gestalter:
Konzept, Bühnenbild und Regie - Miet Warlop
Musik - in Zusammenarbeit mit DEEWEE
Darsteller - Milan Schudel, Emiel Vandenberghe, Margarida Ramalhete, Lara Chedraoui, Mattis Clement, Elias Demuynck und weitere
Bühnenbildentwurf - Miet Warlop in Zusammenarbeit mit Mattis Clement
Kostüme - Miet Warlop in Zusammenarbeit mit Elias Demuynck, unter Anleitung von Tom Van Der Borght
Praktikanten - Nel Gevaerts / KITOS & Nana Bonsu, Sofia Ristori / Ursulinen Mechelen
Beleuchtungskonzept - Henri Emmanuel Doublier
Beleuchtung - Pieter Kinoli
Ton : Thomas Deptula, Conall Hulme
Regieassistent - Marius Lefever
Produktionsleiterin - Sylvie Svanberg
Technische Koordination - Marjolein Demey
Externe Berater - Danai Anesiadou und Giacomo Bisordi
Gesamtkoordination- Saskia Liénard
Vertrieb - Frans Brood Productions
Koproduktion - Kunstenfestivaldesarts & Kaaitheater (Brüssel, BE), La Biennale de la Danse (Lyon, FR), Tanzquartier Wien (AT), La Villette (Paris, FR), Les Théâtres de la Ville (Luxemburg, LU), NTGent (Gent, BE), Tandem Scène Nationale (Arras/Douai, FR), Internationales Sommerfestival Kampnagel (Hamburg, DE), Le Lieu Unique (Nantes, FR), Romaeuropa Festival (Rom, IT), Athens & Epidaurus Festival (GR), Teatro Municipal do Porto (PT), Theatrefestival Boulevard (’s-Hertogenbosch, NL), Sharjah Art Foundation (AE), Temporada Alta
Unterstützung – Regierung von Flandern, Stadt Gent, Perpodium und Steuerförderprogramm des belgischen Bundes
Dauer: ca. 60 Minuten Altersempfehlung: keine Altersbeschränkung
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