Chinchón

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Nur ca. 45 Kilometer von Madrid entfernt, präsentiert sich dieses historische, in die Tajo-Jarama-Flussebene eingebettete und von Weinbergen und Olivenhainen umgebene Städtchen mit einer emblematischen Plaza Mayor (Hauptplatz), einer exzellenten Gastronomie und einem hochinteressanten Festivitäten-Programm

Chinchón ist vor allem ein Platz! Ein historischer, alter, von Kolonnaden gesäumter Platz mit gestuften Dächern und 234 grün gestrichenen Holzbalkons, der den Eindruck erweckt, die Häuser seien um ihn herum gewachsen. Mittelalterlichen Ursprungs ist die Plaza Mayor nicht nur ein einzigartiges Beispiel der kastilisch-volkstümlichen Architektur sondern auch das Herzstück dieser Ortschaft. Seit ihrer Errichtung ist sie der Schauplatz für Verkündungen, königliche Festlichkeiten, mittelalterliche Speer-Spiele, Komödientheater, Stierkämpfe, Viehmärkte, Mysterienspiele, Hinrichtungen und sogar Drehort (Cantiflas, Rita Hayworth, Orson Welles und John Wayne haben hier gedreht) gewesen. Voll von Restaurants und Straßencafés ist sie der ideale Ort für einen Aperitif oder zum Essen. Typische Gerichte sind all die, die im Holzofen zubereitet werden: Spanferkel, Lammbraten, Zicklein, Chorizo … begleitet von gerösteten Paprikaschoten, kastilischer Suppe oder Knoblauchsuppe, migas, Fasteneintopf, Kichererbsen Eintopf und Ziegenkäse.

Karneval und Mittelalterlicher Markt

Im Februar finden auf dem Hauptplatz die Karnevalsfeiern statt sowie ein großer mittelalterlicher Markt, zu dessen Anlass Turniere, Umzüge und Veranstaltungen aller Art auf dem Programm stehen und Kunsthandwerk angeboten wird. Der Event gedenkt damit einem Besuch der Katholischen Könige und ist der ideale Moment, um typische Gerichte zu probieren. Im August wird die Plaza Mayor während des Stadtfestes zum Stierkampfplatz, Bühne für musikalische Auftritte, Volkstänze, Stierläufe, sportliche Veranstaltungen und religiöse Akte.

Die Gastronomie hat in Chinchón einen ganz besonderen Stellenwert. Süßes Backwerk mit so kuriosen Namen wie tetas de novicia (Novizinnen-Brüste) oder pelotas de fraile (Mönchshoden) nach traditionellen Rezepten des Klarissenklosters, Knoblauch, der berühmt für seinen intensiven Geschmack ist, Weine aus der Umgebung und natürlich Anís (Anislikör). Ende März, Anfang April wird das Anis- und Weinfest gefeiert. Im Oktober wird das Wohltätigkeits-Stierkampf-Festival veranstaltet und im Anschluss das Knoblauchfest. Über 240 Stadtbewohner nehmen am Ostersamstag an der Darstellung des Passionsspiels teil und am 25. Juli findet das erste Stiertreiben des Jahres statt, gefolgt von einem Jungstierkampf, der die Stierkampfsaison einläutet.

Der Uhrenturm

Laut eines beliebten Sprichworts, was aber den Tatsachen entspricht, „hat Chinchón einen Turm ohne Kirche und eine Kirche ohne Turm“. Die Torre del Reloj (der Uhrenturm) ist das Einzige, was von der ehemaligen Kirche noch übrig ist, während der Kirche Nuestra Señora de la Asunción dieser fehlt. In ihrem Innern ist das Werk von Goya, La Asunción de la Virgen (Mariä Himmelfahrt) besonders bemerkenswert. Heute ist die Stadtheiligenkirche die Ermita del Rosario, deren Kapellen während des spanischen Bürgerkriegs als Gefängniszellen dienten.

Neben dem Uhrenturm befindet sich das Theater Lope de Vega, in dem eine Leinwand mit Bildern der Stadt — ein Werk von Luis Muriel — hervorzuheben ist, die als Bühnenvorhang benutzt wird. Das ehemalige Augustinerkloster ist heute Parador de Turismo (Parador-Hotel), wobei die mehrmals wieder errichtete Festung Castillo de los Condes de Chinchón nicht besichtigt werden kann.

Anfahrt:

Im Auto: 45-50 Minuten über die A-3 und M-311.

Im Bus: 45 Minuten ab Conde de Casal (Linie 337). 

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