Vom 3. bis 6. September präsentiert der Flamencotänzer im Teatro Fígaro sein neues Stück rund um die Frage, welche Prinzipien sein künstlerisches Universum prägen und tragen – die des Tanzes, des Gesangs und der Gitarre, die erlernten ebenso wie jene, die instinktiv entstehen. Ein Dialog zwischen Tradition und persönlichem Schaffen, in dem jede Geste, jede Stille und jeder Blick Teil einer ganz eigenen Sprache ist – entstanden im Laufe eines Lebens im Zeichen des Flamenco.
Códigos versteht sich als Ort, an dem Tradition sich wandelt, dabei aber stets erkennbar bleibt. Eduardo Guerrero lotet die Grenzen des Flamenco aus und erforscht neue Ausdrucksformen, ohne sich von seinen Wurzeln zu entfernen. Sein Ansatz entspringt einem großen Respekt vor der Flamencokunst und der Überzeugung, dass Tradition nur dann lebendig bleibt, wenn sie sich weiterentwickeln kann.
Das Stück tritt in einen Dialog mit den überlieferten Regeln und Prinzipien des Flamenco und betrachtet sie aus einer anderen Perspektive. Tanz, Gesang und Gitarre behalten ihre ureigenen Wesenszüge, während sich die Inszenierung durch eine neue räumliche Architektur neu erfindet.
Der Ablauf der Inszenierung vollzieht sich entlang dreier Farben, die ihre Verwandlung begleiten. Weiß steht für Ursprung, Geburt und Reinheit der ersten Kraft, Grau für das Terrain der Suche, Erfahrung und der Begegnung mit sich selbst, und Schwarz für das Ende im Sinne einer Erneuerung, bei der ein Abschluss auch stets den Keim eines Neubeginns birgt.
Eduardo Guerrero ist Choreograf und Tänzer. Neben seiner Zusammenarbeit mit Künstlern wie Antonio Canales, Manolo Marín, Mario Maya und Chiqui de Jerez trat er als Solotänzer bei Veranstaltungsreihen wie den Viernes Flamencos de Jerez , den Jueves Flamencos de Cádiz und dem Festival de Estrellas des Guggenheim-Museums auf. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der erste Preis beim 2. Choreografiewettbewerb der professionellen Tanzkonservatorien Andalusiens, der Desplante-Preis beim Festival Internacional del Cante de las Minas de la Unión 2013, der 16. Publikumspreis beim Festival de Jerez 2017 und der Lorca-Preis für männliche Interpreten im Flamenco-Tanz 2022.
Dauer: ca. 90 Minuten
Altersempfehlung: keine Altersbeschränkung
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