Das 1907 im Herzen des Literatenviertels eröffnete historische Restaurant mit Taverne war fast ein Jahrhundert lang Treffpunkt für Stierkämpfer, Flamencokünstler, Literaten, Musiker, Bohemiens und Aristokraten. Zwischen seinen jahrhundertealten Kacheln und den privaten Sitznischen mischten sich der Flamenco-Gesang Antonio Chacóns, die Gesprächsrunden um Valle-Inclán, die Stierkampfmanöver Juan Belmontes und die langen Nächte Ava Gardners. Das Lokal – seines prächtigen Dekors wegen auch als „Sixtinische Kapelle der andalusischen Wandfliesen“ bezeichnet – war 21 Jahre lang geschlossen. Seit seiner Wiedereröffnung am 20. April 2026 verbindet es Kulinarik, Musik und einen umfangreichen Weinkeller wieder mit seinem urigen, lebensfrohen Flair.
Im Rahmen eines umfassenden Projekts zur baulichen, gestalterischen und erhalterischen Sanierung des Lokals wurden die historischen Keramikfliesen restauriert und moderne Kunstwerke integriert, die das ursprüngliche Kulturerbe des Los Gabrieles ergänzen und bereichern.
Das neubelebte Lokal unterteilt sich in verschiedene Bereiche, die seine sozial- und kulturhistorischen Wurzeln widerspiegeln. Die Taverne fungiert wieder als Treffpunkt für ein gemischtes Publikum, Live-Musik ist erneut ein wesentlicher Bestandteil des Angebots und das Restaurant lädt zu traditionsverbundener Küche ein.
Sein von Küchenchef Ander Galdeano konzipiertes kulinarisches Angebot basiert auf traditioneller Kochkunst und volkstümlichen Rezepten rund um Gerichte nach Madrider und andalusischer Art. Die Weinkeller unter der Leitung von Rebeca Bellido wartet mit einer großen Auswahl an spanischen und internationalen Weinen auf.
Im Rahmen des Musikprogramms verleihen unterschiedliche Veranstalter den einzelnen Wochentagen ein eigenes Profil und lassen so die traditionsreiche künstlerische Atmosphäre des Lokals wieder aufleben.