Meisterschafts-Endspiele in Madrid

  • Final UCL 1979/80: Nottingham Forest – Hamburgo (1-0) © Getty Images
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  • AC Milan celebrate winning the 1968/69 European Cup final © Getty Images​
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  • Eurocopa 1964: Final: España – URSS (2-1) Jesús María 'Chus' Pereda © Getty Images​​
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  • Mundial 1982: Italia – Alemania Federal (3-1)
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Madrid hat schon von jeher einen engen Bezug zum Fußball und ist Heimat des 13-fachen Europameisters Real Madrid, des Atlético de Madrid und des Rayo Vallecano. Hinzu kommt, dass die Stadt bereits Austragungsort von vier Champions-League-Endspielen, des WM-Finales 82 und der Europameisterschaft 64 war. Demnächst wird die Liste um ein weiteres Europa-Endspiel erweitert, denn am 1. Juni findet im neuen Stadion des Atlético de Madrid, dem Wanda Metropolitano, das Champions-League-Endspiel 2018/19 statt.

EUROPAPOKAL / CHAMPIONS LEAGUE

  • UCL-Endspiel 1956/57: Real Madrid CF - AC Florenz (2:0)

Die zweite Austragung des damals noch als Europapokal der Landesmeister bezeichneten und gemeinhin als Europapokal bekannten Wettkampfs. Zum zweiten Mal veranstaltete die UEFA dieses Turnier, das die Geschichte des Fußballs verändern würde. Zuvor hatte Real Madrid den Stade de Reims im Endspiel in Paris der Saison 1955/56 4:3 besiegt und damit den ersten Titel des für ihn schicksalhaften Turniers gewonnen.

In diesem Jahr traten 22 Vereine in der Qualifikationsphase an. Nach dieser Vorrunde kamen die qualifizierten Mannschaften zu den bereits direkt in das Turnier aufgenommenen hinzu, so dass 16 Teams antraten. Zwischen ihnen erfolgte die Austragung des Europapokals anhand von Ausscheidungsrunden vom Achtelfinale bis zum Endspiel zwischen Real Madrid und AC Florenz. Dieses erste Endspiel am Austragungsort Madrid fand am 30. Mai 1957 im Estadio Santiago Bernabéu statt.

Die Mannschaft der Weißtrikots unter Trainer José Villalonga besiegte das Team aus Florenz um Bernardini und Julinho 2:0 mit Toren von Paco Gento und Alfredo Di Stefano. Letzterer war mit 7 Treffern der Spieler mit den meisten Toren des Turniers. Als Saeta rubia ging er in die Annalen des Real Madrid ein, mit dem er 8 Ligen und 5 Champions-Pokale (die ersten 5 Jahre der Meisterschaft) gewann und insgesamt 418 Tore landete.

  • UCL-Endspiel 1968/69: AC Mailand - Ajax (4:1)

Der Europapokal war bereits fest etabliert und fand zum nunmehr 14. Mal statt. Das gesamte Turnier, an dem 32 Mannschaften teilnahmen, wurde vom Sechzehntelfinale bis zum großen Endspiel in Form von Playoffs mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Schauplatz war wieder das Santiago Bernabéu, wenn auch diesmal ohne den Real Madrid, der im Achtelfinale nach dem Spiel gegen Rapid Wien ausschied.

Im Endspiel am 26. Mai 1969 traf AC Mailand um Gianni Rivera, der nach dem Sieg 1963 seinen zweiten Europapokal anstrebte, auf Ajax mit einem jungen Johan Cruyff, der unbedingt einen Meistertitel wollte (und ihn sich auch zwei Jahre später tatsächlich holte).

Der Sieg ging an den Mailänder Klub mit einem überwältigenden 4:1, an dem der italienische Stürmer Pierino Prati mit einem Dreifachtreffer besonderen Anteil hatte.

  • UCL-Endspiel 1979/80: Nottingham Forest – Hamburger SV (1:0)

Beim 25. Endspiel des wichtigsten Europaturniers war das Santiago Bernabeu zum dritten Mal Austragungsort. Hier begegneten sich am 28. Mai der Nottingham Forest um den legendären Brian Clough und der Hamburger SV mit Keegan und Magath, der zuvor im Halbfinale für das Ausscheiden des Real Madrid gesorgt hatte.

Dank eines 1:0 durch Torschütze John Robertson ging der Sieg an die englische Mannschaft, die nur aus britischen Spielern bestand und bereits 1979 den Europapokal gewonnen hatte - die Krönung der unglaublichen Erfolgsgeschichte des Teams um Peter Shilton, das es in nur 4 Jahren aus der 2. Liga bis zum zweifachen Europameister schaffte.

  • UCL-Endspiel 2009/10: Inter – Bayern München (2:0)

Das Finale der Saison 2009/10 war das erste Spiel in Madrid unter der Neubezeichnung Champions League, nachdem 1992/93 Name und Format des Turniers geändert worden waren.

71.569 Zuschauer erlebten das Endspiel zwischen Inter Mailand und Bayern München im Santiago Bernabeu. Nach einem 2:0-Sieg mit zwei Treffern von Diego Milito ging der Titel an Italien -  eine eindrucksvolle Leistung des Inter um Trainer Mourinho mit Spielern wie Eto’o, Sneijder, Zanetti, Cambiasso und Maicon gegenüber dem deutschen Verein um Van Gaal bestehend aus Robben, Müller, Lahm und Schweinsteiger.

 

SPIELE ZWISCHEN NATIONALMANNSCHAFTEN

  • EM 1964: Endspiel Spanien – URSS (2:1)

Die Fußball-Europameisterschaft 1964 war das zweite Turnier ihrer Art und hieß damals noch Europapokal der Nationen. Nach ihrer erstmaligen Austragung 1960 in Frankreich war in diesem Jahr Spanien Schauplatz der Meisterschaft. Das damalige Turnier unterschied sich stark von dem, wie wir es heute kennen, und bestand aus lediglich vier Spielen - zwei Halbfinalspielen, Spiel um den dritten Platz und Endspiel. Ermittelt wurden die Teilnehmer dieses kurzen Europapokals der Nationen durch mehrere Vorrunden, darunter das Achtel- und Viertelfinale, deren Austragung ab 1962 während der Saison erfolgte.

Beim Endspiel traf Spanien mit einer großartigen Elf unter der Leitung von José Villalonga bestehend aus Spielern wie Iribar, Zoco, Amancio, Pereda, Marcelino und Luis Suárez auf die Sowjetunion, den Titelsieger der Erstaustragung 1960, um den legendären Lew Jaschin (Vorjahresgewinner des Goldenen Balls). Der 2:1-Sieg mit Toren von Pereda (6. Min.), Chussianow (8. Min.) und Marcelino (84. Min.) ging an die Gastgeber.

  • WM 1982: Italien – BR Deutschland (3:1)

Die WM 1982 in Spanien war die 12. Austragung der Weltmeisterschaft im Fußball. Eine in mehrfacher Hinsicht besondere Weltmeisterschaft, denn zum ersten Mal nahmen 24 Nationalmannschaften und auch erstmals Vertreter aller Kontinente teil. Um allen gerecht zu werden, wählte man eine Austragung in Form von zwei kleineren Ligen und einer Finalrunde, wie sie nur bei dieser einen WM zum Einsatz kam.

Beim Endspiel am 11. Juli im Santiago Bernabéu begegneten sich Italien und Deutschland, zwei der stärksten Mannschaften unserer Tage. Beide nannten bereits zwei Weltpokale ihr Eigen und verfügten über ausgezeichnete Spieler wie Zoff, Bergomi, Gentile, Conti, Rossi (Italien) sowie Schumacher, Breitner, Rummenigge, Littbarski und Briegel (Deutschland).

Nach einem 3:1 Sieg ging der Titel an die Italiener. Torschützen waren Rossi (57. Min.) (Top-Torschütze und bester Spieler des Turniers sowie Gewinner des Goldenen Balls in diesem Jahr), Tardelli (69. Min.), Altobelli (81. Min.) und Breitner (83. Min.).

Dino Zoff gewann den WM-Titel im Alter von 40 Jahren und ist damit der älteste Spieler, der je Fußballweltmeister wurde. Unvergesslich bleibt das Endspiel durch die Bilder der euphorischen Reaktion des langjährigen italienischen Präsidenten Sandro Pertini auf der Tribüne der Staatsoberhäupter.

 

Bildnachweis:

  • EM 1964, Endspiel: Spanien – URSS (2:11) Jesús María ‚Chus' Pereda © Getty Images​
  • WM 1982: Italien – BR Deutschland (3:1)
  • UCL-Endspiel 1979/80: Nottingham Forest – Hamburger SV (1:0) © Getty Images
  • AC Mailand feiert seinen Sieg im Endspiel des Europapokals 1968/69 © Getty Images​

 

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