Nationales Archäologisches Museum

Das Museo Arqueológico Nacional (MAN) beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen archäologischer Funde der Welt. Erst vor wenigen Jahren öffnete es nach umfassenden sechsjährigen Renovierungsarbeiten wieder seine Pforten. Anhand von Utensilien und Kunstwerken der verschiedenen mediterranten Kulturen bietet es einen Rückblick von der Vorgeschichte bis ins 19. Jahrhundert.

Die Einrichtung zwischen dem Stadtviertel Salamanca und Paseo de Recoletos deckt bedeutende kunstgeschichtliche Bereiche ab, die in den großen Pinakotheken der sich nach Süden hin anschließenden Kunstmeile nicht vertreten sind. Dazu gehören etwa griechische Keramik und antike Skulpturen, westgotische Weihekronen und spanisch-maurische Elfenbeinkunst. Seit der Neueröffnung liegt der Präsentation der umfangreichen Bestände dieser 1867 gegründeten Institution ein neues museales Konzept zugrunde, das dem archäologischen und dem künstlerischen Wert der Exponate gleichermaßen Rechnung trägt. Zu den Exponaten treten Videos, Infotafeln, Modelle und Vitrinen mit Nachbildungen in den Vordergrund, die im Gegensatz zu den Originalen berührt werden dürfen. 

Die Dama de Elche

Eines der großartigesten Stücke des MAN ist die Dama de Elche. Bei einem Vergleich dieser Büste mit anderen iberischen Werken sind die ausgewogenen Proportionen des realistisch dargestellten Gesichts besonders auffällig, was auf einen starken Einfluss der griechischen Kunst hindeutet. Schmuck und Tunika sind lokal geprägt und gelten als typisch für eine hochgestellte Frau der iberischen Gesellschaft. Entgegen bisheriger Annahmen vermuten einige Historiker, dass es sich um eine später in eine Büste umgewandelte, sitzende Ganzkörperskulptur handelte.

Wie viele Skulpturen aus jener Zeit, hat auch die Dama de Elche einen Hohlraum an der Rückseite, der vermutlich zur Aufbewahrung von Reliquien diente. Unterschiedlichen Theorien zufolge stellt die Dama de Elche eine Göttin oder eine verstorene iberische Adlige bzw. Königin dar. Von der ursprünglichen Bemalung sind nur kaum wahrnehmbare Reste übrig.

Einzigartige Stücke   

Weitere wichtige Exponate des Archäologischen Nationalmuseums sind der Schatz von Guarrazar, der außergewöhnlichste Vertreter westgotischer Goldschmiedekunst, der Elfenbeinkasten von Zamora (Bote de Zamora), Frucht der minutiösen Arbeit spanisch-maurischer Elfenbeinkünstler, eine Sammlung griechischer Vasen, für Fachleute eine der bedeutendsten der Welt, und die antiken Skulpturen.

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Servicios: 

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Bibliothek

Cafetería

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Gepächaufbewahrung / Garderobe

Fundbüro

Informationsstellen

Stillraum

Führungen

Geschäft

Barrierefreiheit

Physical Accesibility
Up

Innenräume ohne architektonische Barrieren

Rollstuhlgerechte Toiletten

Rollstühle an der Garderobe erhältlich

Visual Accesibility
Up

Führungen für Gruppen von Sehbehinderten nach Voranmeldung

Taktile Pläne der Dauerausstellung

Taktile Stationen

Hearing Accesibility
Up

Magnetschleifen

Psychic Accesibility
Up

Ausstellungspläne und Broschüren für Menschen mit geistiger Behinderung

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Wichtige Daten

Adresse

Calle
de Serrano, 13
28001
Touristenzone: 
Paseo del Arte
Öffnungszeiten: 

Di.-Sa. 09.30-20.00 Uhr.

Sonntags und an Feiertagen 09.30-15.00 Uhr.

Geschlossen: 1. und 6. Januar; 1. und 15. Mai; 24., 25. und 31. Dezember.

Tipo información turística: 
Telefon: 
(+34) 91 577 79 12
E-Mail-Adresse: 
secretaria.man@cultura.gob.es
Web: 
http://www.man.es/man/home.html
Metro: 
Retiro (L2)
Serrano (L4)
Nahverkehrszug (Cercanías): 
Madrid-Recoletos
Bus: 
1, 2, 5, 9, 14, 15, 19, 20, 21, 27, 28, 37, 45, 51, 52, 53, 74, 146, 150
Preis: 

3 €

Ermäßigt: 1,50 € (Gruppen von mehr als 5 Personen mit Anmeldung 10 Tage im Voraus und nachgewiesenes Ehrenamt in der Kultur).

Informationen zu weiteren Ermäßigungen an der Kasse oder auf der Website.