Reina-Sofía-Museum


SCHRITTWEISE WIEDERÖFFNUNG

Ab Samstag, den 6. Juni öffnete das Reina-Sofia-Museum schrittweise erneut seine  Ausstellungsräume. Momentan erstreckt sich der Zugang auf die Sammlung 1 (mit den repräsentativsten Werken, darunter auch Guernica) und Sammlung 2, den  Jardín Sabatini und die Terrassen des Nouvel-Gebäudes sowie alle aktuellen Wechselausstellungen (darunter Petrit Halilaj im Palacio de Cristal und Mario Merz im Palacio de Velázquez, den beiden dem Museum angegliederten Gebäuden im Retiro-Park).

Im Museum wurden separate Ein- und Ausgangswege eingerichtet. Die üblichen Öffnungszeiten, einschließlich der Zeiten mit freiem Eintritt, wurden beibehalten. In jedem der Museumsräume gilt eine eingeschränkte Aufnahmekapazität.

Tickets sind online und an der Kasse erhältlich. Dabei sollte vorzugsweise elektronisch bezahlt werden.


Am südlichen Ende der Kunstmeile zeigt das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía bedeutende Werke von Meistern der Moderne wie Dalí, Miró und Juan Gris sowie eine breite Sammlung zeitgenössischer Kunst. Nach Spaniens Rückkehr zur Demokratie wurde das monumentale Gemälde Guernica von Picasso aus den USA hierher gebracht.

Diese spannende Reise durch die Geschichte der zeitgenössischen Kunst Spaniens ist in drei Abschnitte unterteilt: „Das 20. Jahrhundert bricht an: Utopien und Konflikte (1900 – 1945)“, „Ist der Krieg zu Ende? Kunst für eine geteilte Welt (1945 – 1968)“ und „Vom Aufruhr bis zur Postmoderne (1962 – 1982)“.

Das herausragende Werk des Museums ist das monumentale Ölgemälde Guernica, eines der wichtigsten Werke von Pablo Picasso. Das von der Regierung der Republik auf der Pariser Weltstellung 1937 vorgestellte Bild bringt den Schmerz der Opfer der Bombardierung der baskischen Stadt Guernica am 27. April 1937 durch die deutsche Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg zum Ausdruck.

Das 20. Jahrhundert bricht an: Utopien und Konflikte (1900 – 1945)

Der erste Abschnitt der ständigen Ausstellung des Museums widmet sich mit Werken u. a. von Hermenegildo Anglada Camarasa, José Gutiérrez Solana und Medardo Rosso dem Scheideweg von Moderne und Tradition zum Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert. Darauf folgt die große Epoche der europäischen Avantgarde mit Werken von Künstlern wie Picasso und Juan Gris, Joan Miró und Salvador Dalí, Georges Braque, Fernand Léger, Sonia Delaunay und Francis Picabia

Ist der Krieg zu Ende? Kunst für eine geteilte Welt (1945 – 1968)

Der Zweite Weltkrieg bedeutete das Ende der historischen Avantgarde. Was nun folgt, thematisiert der zweite Teil der Dauerausstellung. Der künstlerische Diskurs wird kryptischer und existentieller. In Spanien bilden sich mit Gruppen wie El Paso oder Equipo 57 Vertreter einer informellen abstrakten Kunst heraus. Gruppen, aus denen namhafte Künster wie Antoni Tàpies, Jorge Oteiza oder Esteban Vicente hervorgehen sollten, deren Arbeit das Reina Sofía in einen europäischen Kontext stellt: Francis Bacon, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Henry Moore und Yves Klein sind einige der herausragenden Namen dieses Abschnitts, der auch Vertreter des Lettrismus und der konkreten brasilianischen Kunst enthält.

Vom Aufstand bis zur Postmoderne (1962 – 1982)

Von den 70er Jahren bis zur Gegenwart hat die zeitgenössische Kunst vielfältige Konzepte entwickelt. Themen, Formen und Materialien stellen die Kunst selbst in Frage. „Was ist eigentlich Kunst?“, fragen sich Kritiker, Künstler und Betrachter vor vielen Werken des Museums. Im dritten Teil der Sammlung setzen Themen wie gesellschaftliche Rollenbilder, Underground-Kultur, die Kultur der Massen oder Globalisierung besondere Schwerpunkte. Die Gruppe Zaj, Hélio Oiticica, Luis Gordillo, Sol LeWitt, Dan Flavin, Gerhard Richter, Pistoletto oder Marcel Broodthaers sind einige der Vertreter dieser Epoche im dritten Abschnitt der ständigen Ausstellung.

Telefónica-Sammlung. Kubismus und Erfahrungen der Moderne

Seit November 2017 gesellt sich die kubistische Sammlung der Fundación Telefónica zu den im Reina-Sofía-Museum ausgestellten Beständen. Ein Rundgang durch die Blütezeit des Kubismus und die folgenden Jahrzehnte.

Rund 70 Werke, die zwischen 1912 und 1933 von Künstlergrößen wie Juan Gris, María Blanchard, Louis Marcoussis, André Lhote, Gleizes, Metzinger, Barradas, Manuel Ángeles Ortiz, Vicente Huidobro oder Torres-García und andere enstanden, werfen eine neue Interpretation dieser Künstlerbewegung auf und stellen ihre Komplexität in den Vordergrund.

DAS GEBÄUDE

Das Reina-Sofia-Museum liegt in einem klassizistischen Gebäude in Atocha, das vom 16. Jahrhundert an, als Philipp II. die Zusammenlegung aller verstreut liegenden Krankenhäuser des Hofes beschloss, als Zentralkrankenhaus (Hospital San Carlos) diente.  Im 18. Jahrhundert erweiterte Karl III. die Einrichtungen, woraus nach Entwürfen der Architekten José de Hermosilla und vor allem Francisco Sabatini das heutige Gebäude entstand.

Nach mehreren Um- und Anbauten wurde das Krankenhaus 1965 geschlossen, das Gebäude 1977 als kunsthistorischer Bau unter Denkmalschutz gestellt und ab 1980 restauriert. 1986 öffnete das Kunstzentrum Reina Sofía, das im Erdgeschoss und ersten Stock Räume für temporäre Ausstellungen beherbergt, seine Pforten. Ende 1988 erfolgten die letzten Umbauten, darunter die Gestaltung der drei turmförmigen Fahrstuhlanlagen aus Glas und Stahl nach einem Entwurf des britischen Architekten Ian Ritchie.

Am 10. September 1992 erfolgte mit der Einweihung der Dauerausstellung die Gründung des Museums.

Die Erweiterung des Museums von 2001 bis 2005 durch Architekt Jean Nouvel sorgte für mehr Ausstellungsfläche sowie die Einrichtung einer Bibliothek und eines Zuschauersaals.

Mit dem Palacio de Velázquez und dem Palacio de Cristal (beide im Retiro-Park) besitzt das Museum zwei weitere Standorte in Madrid als Schauplatz temporärer Ausstellungen und eigens dafür konzipierter Kunstinstallationen.

 

Geolocation
Web Repensar Guernica. Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía
Servicios: 

Aufzug

Audioguías

Bibliothek

Cafetería

Babywickelraum

Gepächaufbewahrung / Garderobe

Informationsstellen

Restaurant

Führungen

Geschäft

Kostenloses WLAN

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Wichtige Daten

Adresse

Calle
de Santa Isabel, 52
28012
Touristenzone: 
Paseo del Arte
Öffnungszeiten: 

Mo.-Mi.-Do.-Fr.-Sa. 10.00-21.00 Uhr

So. 10.00-13.30 Uhr.  Das ganze Museum ist geöffnet

So. 13.30-19.00 Uhr. Nur Kollektion 1 und eine temporäre Ausstellung sind. Der Rest des Museums bleibt geschlossen.

Dienstags geschlossen, inklusive an Feiertagen. 1. und 6. Januar, 2. Mai, 16. Mai*, 9. November*, 24., 25. und 31. Dezember (* nur der Palacio de Velázquez und der Palacio de Cristal sind geöffnet).

Tipo información turística: 
Telefon: 
(+34) 91 774 1000
Fax: 
(+34) 91 774 1056
E-Mail-Adresse: 
info@museoreinasofia.es
Web: 
http://www.museoreinasofia.es
Metro: 
Estación del Arte (Antigua Atocha) (L1)
Lavapiés (L3)
Nahverkehrszug (Cercanías): 
Madrid-Atocha
Bus: 
6, 14, 26, 27, 32, 34, 36, 41, 59, 85, 86, 102, 119, C1, C2, E1
Preis: 

Allgemeiner Eintritt (Sammlungen und temporäre Ausstellungen): 10 € an der Kasse / 8 € + Online-Verwaltungsgebühren

Allgemeiner Eintritt mit Audioguide: 14,50 €

Freier Eintritt für Minderjährige, Rentner, Studenten und andere Kollektive bei Vorlage des entsprechenden Ausweises (offizielle Website einsehen)

Freier Eintritt. Für alle Besucher der Museumssammlung von Montag bis Samstag, außer an Dienstagen, von 19.00 bis 21.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 13.30 bis 19.00 Uhr. 

 

Tage mit freiem Eintritt: 18. April, 18. Mai, 12. Oktober und 6. Dezember.

Freier Eintritt: Sitz Parque del Retiro. Palacio de Velázquez und Palacio de Cristal.

 

Karte der Kunstmeile (Museo del Prado, Museo Thyssen-Bornemisza und Museo Reina Sofía). Einheitspreis: 30,40 €

Jahreskarte der Staatsmuseen. Einheitspreis 36,06 €